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Jedes Huhn ist eine Diva Eine musiktheatralische Satire |
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Eine Soprandiva und eine Altdiva in Rot/Weiß, Klavier, Akkordeon, gehäkelte eierwärmerähnliche Kostüme,
aufgetakelter Divenlook und Requisiten aus dem Baumarkt, den Haushaltswarenabteilungen und Ramschläden. Es gab Zeiten, da war alles klar und einfach: Die Diva war zum Verehren, das Huhn zum Verzehren. Aber heute, in den Zeiten von Superstar und Suppenstern, fragen sie da mal eine Frau, die Hühner hält. Die wird Ihnen bestätigen: "Jedes Huhn ist eine Diva." |
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Und seitdem Hühner sich nicht mehr nur als Moorhühner abknallen lassen, sondern zur Selbsthilfe gegen übergriffige
Hähne greifen, mit Hahndis, nein Henndis, nein luftmatratzengroßen Handys telefonieren und gegen gentechnisch
umgewandelte Pornohühner - Verzeihung Nackthühner - kämpfen, sind auch Diven nicht mehr das, was sie einmal waren. Die Diva Lorelei wird ersetzt durch eine 3 D-Simulation, da hilft ihr auch kein Tarifvertrag. Die berühmte Seeräuberjenny schrumpft zur Zahnspangenjenny, die in der Schule als Streberin fertig gemacht wird, und manche fallen ganz durch das Raster durch: Müll. Alles schon vorsortiert. Wer was werden will, mobbt sich jodelnd nach oben, auch wenn dabei einige Zuschauerbeine abgestaubt werden müssen, oder robbt sich als deutsche Soldatin durch den Wüstensand. Hauptsache das Outfit stimmt. Und zur Diva gehört natürlich auch die Schadenfreude aller, wenn sie stürzt, wenn sie zum Schluss nicht in den Divenhimmel, sondern nur in den Hühnerhimmel gelangt. |
| |Home| | Foto: Ulla Klerlein | |nach oben| |