Presse  
 
  Esslinger Zeitung
Mit spitzem Schnabel spießten sie wahrhaft federstäubend die Absurditäten des alltäglichen Lebens auf und ernteten viel Gekicher - oder sollte man besser sagen Gegacker - aus dem Publikum.

Main Post Lohr
Requisiten brauchen die Akteurinnen nicht viele: ein paar Haushaltsgegenstände, ein Klavier, ein Akkordeon. Den Rest besorgen sie selbst - mit grandioser Mimik, scharfer Zunge und Gesang, in Kostümen, welche den Zuschauern den Atem rauben könnten - eingangs als Muslimas, dann in gehäkelten eierwärmer-ähnlichen Kostümen, schließlich im knappen Sportdress. Stets in der Signalfarbe feuerrot, versteht sich.

Oberberg Aktuell
Sie begeisterten bei ihrer Matinee die Zuhörer mit musikalischen Klängen und satirischem Charme ... Weiterhin ging es um Kabinettssitzungen, die sich zu Haushaltsberatungen zurückgezogen hatten, oder das Hartz-Ei, Modernes Kinderhalting und vieles mehr. Historische und aktuelle Assoziationen wurden von den beiden Künstlerinnen musikalisch und erzählerisch mit viel satirischem Biss vielschichtig unter die Lupe genommen.

Kölner Stadt-Anzeiger
Intelligent und hintergründig gestaltetes Stück.

Kölnische Rundschau
Mit fixem Kostümzauber, Einfallsreichtum in Bezug auf die Requisiten und Stimmgewalt überraschten sie ihr Publikum.

Wiesbadener Tageblatt
... die chaotische Komik der beiden Kölnerinnen, die auf geniale Weise von einer Szene in die nächste wechselten und dem Publikum keine Lachpause gönnten.

Hohenloher Zeitung
Trendy-schrill, musikalisch-bissig.

Allgemeine Zeitung Coesfeld
Rita Zimmermann bestach durch ihre musikalische Vielseitigkeit, die nicht zuletzt bei ihrer "liegenden" Klaviereinlage offensichtlich wurde. Heide Michels wiederum überzeugte durch ihre schauspielerische Wandlungsfähigkeit und das impulsive Mienenspiel.

Badische Zeitung
Triefend ironische Abrechnung mit Schmalz, Schnulzen und Schmonzetten.

Neuenkirchener Tageblatt

Sissi, die Fleischtheke und viel Gegacker

Sie kann sich nicht mehr halten. Erst nur ein leises Kichern, dann immer lautere Gluckser und jetzt sitzt sie auf ihrem Stuhl in der zweiten Reihe und prustet laut los. Wie der unbekannten Zuschauerin, die sogar die beiden Kabarettistinnen auf der Bühne zum Lachen brachte und so auf gemeinste Weise die Kalauer sabotierte, ging es am Dienstag Abend im Rahmen der Neuenkirchener Kunstgeschichten dem ganzen Saal in der Villa Hecking: Heide Michels und Rita Zimmermann brachten ihre Zuschauer in ernsthaften Sauerstoffmangel ...

Und das geht so: Kommen zwei Damen - die eine im mittleren Alter, die andere älter - in schreiend grellen, aber leider sehr wirklichkeitsgetreuen Putzfrauen- fummeln auf die Bühne und feuern ein zweistündiges, wahnwitziges Programm mit noch wahnwitzigeren Kostümen auf das vorwiegend weibliche Publikum ab. Die Themen waren dabei durchaus ernsthaft. Die Ausbeutung durch 620-Mark-Jobs, das weibliche Rollenverständnis in der immer noch patriarchalen Gesellschaft oder das elende Warten auf den Feierabend hinter der Fleischtheke.

Mit einer Plastik-Schweinehaxe im Arm mit knalliger roter Perücke als Zarah-Leander-Double intonierte Heide Michels ihre Fassung eines Leander-Hits: "Ich warte auf Dich/Ende der Schich...t". Göttlich auch die Szene aus "Sissi". Rita Zimmermann und daneben die kleinere Heide Michels mit Bart, Tirolerhut und umgehängter (!) Lederhose. Mein Gott, die arme Dame in der zweiten Reihe verlor fast das Bewusstsein. "Aber was der Kaiser von Österreich dazu meinte, wissen wir nicht ..."

Um noch einmal auf das Ei zurückzukommen - die absolute Krönung war die Hennen-Nummer. Mit selbstgestrickter Hühner-Mütze samt Kamm gackern die beiden ausgebeuteten Legehennen - beschäftigt als Teilzeit- und Vollei - von ihren Lebensbedingungen in der Legebatterie und enden bei der Forderung nach "internatihuhnaler Soleidiät". Wow. Wobei in dem Stück wirklich einige grund- legende Probleme der besseren Hälfte der Menschheit angegackert wurden und Mann wie Frau bei aller Albernheit noch zum Nachdenken gezwungen wurden. Weiter ging der Kreuzzug für die bewusste Frau über die Lieblingsbeschäftigung "mobbing" (mit dem Wischmop) über die goldenen Regeln für weibliche Gewerk- schaftsarbeit zur "Mann-Frau-Gespräch"-Zugabe. Bitte, bitte. Mehr davon.
 
 
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