Gegen Kalkablagerungen und Kaputtismus
Auch chromblitzende Hochleistungskaffeemaschinen können eklige braune Brühe produzieren. Und die bleibt, besonders wenn sie Schlückchen für Schlückchen aus trüben Tassen getrunken wird, ungenießbar eklig. Da braucht es dringend ein MaDamm- Klarspülprogramm!
Mit witziger Zitronensäure und weiser Essigessenz gegen Kaputtismus und Miserabilismus! Zwei Teebeutel machen sich mit ihren Sprüchen auf, die Welt zu retten. Zwei Schritte vor, einen zurück. Die notwendige Antriebsenergie liefern die Klavier- und Akkordeonkaskaden von Rita Zimmermann und der ganze Saal verwandelt sich fluchs in einen großen KlimakterikerInnen- Klangkörper mit Menoposaunen, trommelnden Eierstöcken und Hormophonen. Victoria Wiese als avangardistische Dirigentin hat bis zum tosenden Menapplaus alles im Griff. Gleich geht’s weiter auf hohe See. Schunkelnde Wogen tragen die Menoflower- schwankend zwischen gröhlendem Shantie und Sirenengesang -zu neuen Gefilden. Entsteht so etwas Neues? Gute Laune auf jeden Fall.
Auch die neuen vollentspannten Väter sind ein mutmachender, schnuckeliger Anblick. Ach, wäre diese lebensbejahende Haltung zu Care und Kehren doch hoch ansteckend!
Es lebe die Vielfalt! Schnell wechseln KinderaufzuchtverweigerInnen, SonnenanbeterInnen, Korrekte KonsumentInnen, ein Care-Chor und ein Wir brauchen Care-Chor, ehrgeizige Übermütter, verschnarchte Dornröschen, eine Kampfknödel kochende Hausfrau und übereifrige Erfüllungsgehilfinnen der neuen toxischen Männerherrschaft den Platz.
Größte Albernheiten und Verrücktheiten folgen auf melancholische Töne, zungenbrechende Wortgetüme auf beruhigende Klangschalenschwingungen, kämpferisches Engagement auf fröhliche Partystimmung. Und wenn Sie irgendwo einen Leoparden sehen, egal ob lebendig oder aus Eisen und Stahl, nehmen Sie sofort Reißaus!