Frauenkabarett aus Köln
Frauenkabarett aus Köln
MaDamm
MaDamm 

Aus  der Presse

Irgendwer zahlt immer den Preis MaDamm: Foto: Jürgen Schaden-Wargalla

Emsbüren „Arbeiten Frauen wirklich oder bilden sie sich das nur ein?“ Dieser provokanten Frage ging anlässlich des Internationalen Frauentags in Emsbüren höchst bissig und dennoch überaus amüsant das Kölner Musik-Kabarett-Duo „MaDamm“ nach und stellte fest: „Frauen haben keine Machthormone.“...

Frisch-frech-fröhlicher Entertainment-Abend...

Groovige Songs

Im Ohr geblieben sein werden dem Publikum die von Klavier, Akkordeon und Ukulele begleiteten groovigen Songs der beiden MaDamm-Künstlerinnen Rita Zimmermann und Victoria Wiese, die als „echt kölsche Mädche“ mit satirischen Texten, schrägen Szenerien und unkonventioneller Wortakrobatik überraschten.

„Wackelt dein Job, dann greif zum Mobb“, empfahlen die Damen und mobbten sich mit ihren Feudeln auch sogleich durch die Ränge. Peinlichst beachteten sie dabei die Mobbing-Regel Nummer eins: Möglichst viel Dreck aufnehmen und den dann ganz schnell unter den Teppich kehren, auf dem später im Programm auch noch die Revoluzzer-Rentner tanzen sollten. Ob mit Karacho in den nicht nur in Japan gefürchteten Karoshi, also den Tod durch Überarbeitung, oder mit spitzer Zunge in den nicht minder gefürchteten Kolleginnen-Tratsch in der Kaffeepause - das aufeinander eingespielte Frauen-Duo war an jedem neu präsentierten Arbeitsplatz gleich souverän zuhause. Und es konstatierte: Dass Frauen die höchsten Gipfel der Weltkonzerne nur selten besteigen, ist Schuld der Männer. Die wüssten dann nämlich nicht mehr, wie sie das Abendprogramm ihrer Dienstherrenreisen ohne Kokain und Nutten überhaupt ansprechend gestalten sollten.

Von netter Kollegin zur fiesen Chefin

Wenn „Frau“ aber dann doch mal Karriere macht und von der netten Kollegin zur fiesen Chefin mutiert, dann tanzen alle plötzlich den Dis-Tanz, ganz besonders in der Leiharbeit. Aber weil Bewegung ja bekanntlich gut tut, erhöhten die quirligen Damen noch einmal die Frequenzen und gingen nicht nur beim Sport für die Form in der Norm über ihre Grenzen. Dabei galt ihre Bewunderung den Hühnern, die für ihr schmackhaftes Muskelfleisch offenbar doch so einiges tun. „MaDamm“ überwand zudem lässig eigentlich unüberbrückbare Schluchten des ewigen Geschlechterkampfs hinter dem Autolenkrad und bewies auch: Kaum einen Unterschied zwischen Frau und Mann gibt es immerhin dann, wenn sie stillt und er grillt. Ob das Wechseln der Brust oder das Wenden der Wurst – beides macht Durst. „MaDamm“ in Emsbüren machte hingegen einfach nur Spaß. Osnabrücker Zeitung

Frauenkulturfrühstück der kfd aus der Region Steinfurt

Madamm“ begeistert Frauen                              12.3.2018

Ochtrup. Arbeiten Frauen wirklich oder bilden sie es sich das nur ein?“ Eine gute Frage, auf die am Samstagvormittag fast 300 Frauen der Katholischen Frauengemeinschaften (kfd) aus der Region Steinfurt in der Vechtehalle Langenhorst gespannt eine Antwort erwarteten. Das Musikkabarett „Madamm“ aus Köln hatte dazu eine ganze Menge zu sagen und dieses vermittelten Rita Zimmermann und Victoria Wiese auf lustige, manchmal bissige, aber immer zutreffende Art dem begeisterten Publikum.

Von Norbert Hoppe

Der Soundcheck konnte erst nach dem üppigen Frühstücksbüfett starten. Da benötigten die beiden unbedingt die Hilfe der anwesenden Frauen. Diese erwiesen sich als absolut textsicher und so schallte ein vielstimmiges „LaLaLaLaLa“ durch die Vechtehalle. Nachdem die Technik im Griff war, konnte es losgehen. Erst einmal betraten zwei Hühnchen die Bühne, die mit allerlei Wortspielen die Frauen zum Lachen brachten. Da gab es das Nonplusultra in der gehobenen Küche, nämlich Hahnenkämme getrüffelt und in Butter gebraten. Und als Wiedergeburt wurden Hühnchen in Weinschaum-Sauce aufgetischt. Zu einer ganz neuen Bedeutung erkoren die beiden Kabarettistinnen das Mobbing. Mit einem Mob bewaffnet rückten sie dem Dreck am Stecken zu Leibe und nichts mehr wurde unter den Teppich gekehrt.

Zielscheibe beim Bürotratsch in der Kaffeepause waren vorzugsweise nicht anwesende Kolleginnen, die nicht belastbar seien und Stress überhaupt nicht aushalten können. Aber dafür gebe es ein Gegenmittel: „Künstliche Intelligenz trinkt keinen Kaffee“, lautete der nicht ganz ernst gemeinte Ratschlag. „Frauen haben kein Machthormon“ war die Begründung dafür, dass Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert seien. „Solange Männer Angst vor Amazonen haben, schaffen es Frauen einfach nicht in die Führungsebene eines Unternehmens.“ Und wenn es einer Kollegin doch einmal gelinge und sie Chefin werde, sei ab sofort das Siezen Pflicht für alle Mitarbeiterinnen. Auch mögliche Schwangerschaften verhinderten häufig einen beruflichen Aufstieg. „Karrierehemmer“ oder „Armutsrisiko“ waren noch freundliche Umschreibungen dafür, dass es Frauen kaum gelinge, sich gegen Männer durchzusetzen.

Nicht nur im Beruf, sondern auch im familiären Umfeld haben es Frauen schwer, wie die beiden Künstlerinnen in einer Gesangseinlage nachwiesen. „Sie stillt, er grillt“ ist häufig das Motto. „Aber für die Vor- und Nacharbeiten sind meistens die Frauen zuständig“, so der Einwand einer kfd-Frau aus dem Publikum.

Frauen und Männer im Autoverkehr, Sport, „denn unsere Form entspricht nicht der Norm“, und Leiharbeit waren weitere Themen, die Rita Zimmermann und Victoria Wiese aufs Korn nahmen. Und Rentenkürzungen wurden geschickt als „Lebensarbeitszeitverlängerung“ umschrieben. Zum Schluss wurde es Kölsch: „Loss mer singe“ ließen sich 300 Frauen nicht zwei Mal sagen. Immer noch textsicher sangen sie „LaLaLaLaLa“ und dankten „Madamm“ mit stehenden Ovationen.

Haltern am See. ... „Irgendwer zahlt immer den Preis“, so lautete der Refrain eines Liedes, das die Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten unseres weltweiten Wirtschaftssystems aufs Korn nahm. Auch der Dialog zweier „Freundinnen“ von denen die eine finanziell auf- und die andere abgestiegen war, zeugte von genauer Beobachtung und hinreißendem Sprachwitz der Kabarettistinnen Rita Zimmermann und Victoria Wiese.
Von diesem die Lachmuskeln strapazierenden Programm erholten sich die Teilnehmerinnen bei einem Brunch im KönzgenHaus, der keine Wünsche offen ließ.
Text/Foto: Ortrud Harhues 12.06.2018 © 2018 by KAB

HNA Niedersachsen 10. 3.2017

...sie lieben es frech und aufwühlend, ihr Programm ist schnell und modern...immer ganz nah dran am echten Leben...

„Wir mobben, wir mobben, wir mobben den ganzen Tag“, singen sie und schwingen dabei, um das lustige Wortspiel zu unterstreichen, den Wischmop und probieren ihr Mobbing-Talent direkt am Publikum aus. Sie ziehen über die Schuhe der Damen her, sprechen die offensichtlichen Schwierigkeiten in der Partnerschaft ihrer Zuschauer an und was der Platz in der ersten Reihe über den dort Sitzenden aussagt...

NRZ 29.02.2016

Mit ihrem aktuellen Programm „Arbeiten Frauen wirklich oder bilden sie sich das nur ein?“ geht es nicht um großspurig philosophische Fragen, sondern eher um das Auffassen und Verarbeiten von Alltagssituationen am Arbeitsplatz. Der Verarbeitung erfolgt über Chansons, in den Raum geworfene Sentenzen und kabarettistische Einschübe. Mit großer Vorliebe nahmen sich die Frauen aus Köln der Monotonie am Arbeitsplatz und stromlinienförmig arbeitenden Angestellten in ausgewiesenen Berufsfeldern an. „Wackelt dein Job, dann greif zum Mob“ - nicht nur in Extremsituationen kann man unliebsame Mitstreiter wegmobben. Die Fassade aufgesetzter Freundlichkeit unter Kollegen bröckelt recht schnell, auch ohne einen entsprechenden Anlass. Dabei wahrte MaDamm eine humorvolle Distanzt zur Thematik, was sehr sympatisch wirkte. „Sie stillt, er grillt. Sie lächelt, er fächelt. Sie wartet aufs Bäuerchen, er löscht das Feuerchen“, besngen sie das Verhältnis der Geschlechter und ernteten Freudentränen und Applaus. ...und ernt

Thüringer Allgemeine 17.03.2016

Kabarettistinnen klären, ob Frauen wirklich arbeiten

 Ilmenau (Ilm-Kreis). Als Höhepunkt der Frauentags-Feierwoche an der TU Ilmenau war das Kölner Duo „MaDamm“ zu Gast und mischte das Publikum im vollen Audimax kräftig auf.

„Der vom Fernsehen ist doch nicht gekommen“, stellt das weibliche Kabarettistinnen- Paar fest und beginnt sogleich einen Zicken-Krieg mit Wechselgesang und Klavierbegleitung. „Du bist die Frau, die ich nicht leiden kann“, lautet der Vorwurf, der aber zuletzt in einem Liebesbeweis mündet.

Die Frau als multifunktionales Wesen im Kampf gegen Frauen, gegen Männer und gegen die Unbilden der Gesellschaft bieten Stoff genug fürs kabarettistische Karikieren mit Musik, Gesang, Sprechtext und Schauspiel. „Kunden sind etwas Abartiges!“, weiß die Fleischfachverkäuferin, die ihre Kundin mit Hund kurz vor Ladenschluss bedienen muss. Aber wenn man Glück hat, reichen als tägliches Ärgernis auch die Kolleginnen, zumal dann, wenn sie „einfach nicht belastbar“ sind. Davon können die beiden als Arbeitskolleginnen agierenden Künstlerinnen ein Kaffeepause- Liedchen singen. Dann greifen sie zum Mopp mit Besenstil, um so richtig in den Publikumsreihen los zu mobben. „Wir mobben, wir mobben, wir mobben den ganzen Tag“, tönt der Singsang. Dem folgen vier zu beherzigende Mobbingregeln: „Möglichst viel Dreck aufnehmen; hintenrum ausschütteln; Komplizen finden; unberechenbar zuschlagen.“ Mit dieser Nummer gelingt den Kabarettistinnen die enge Kontaktnahme zum Publikum. Dass die Kollegialitätä in den Safe gesperrt werde, wenn Frauen zur Chefin werden, un dass „Männer grillen und Frauen stillen“ wird thematisiert. „Warum ist der Vollidiot so ganz lebendig und nicht tot?“ klagt die Möchtegern-Witwe. Als „Leih-Heini“ und „Leih-Heidi“, die dem Leih-arbeitsverleih-Schorsche zum Porsche verhelfen, heimsen die Kölnerinnen viel Applaus ein.

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